Süder-Rätsel Nr. 619 (gelöst) – Butterfässer

suederraetsel_619a Das heutige Rätselbild stammt aus einer Zeitung vom 12. September 1951 (deshalb die nicht ganz so gute Bildqualität).

Unter dem Bild kann man folgenden Text lesen:

Vor der Werkstatt des Süderbraruper Meisters werden die aufgearbeiteten …fässer zum Transport verladen.

Der Meister war übrigens Böttchermeister Wohlert, der damals laut zugehörigem Artikel seine Werkstatt in der Holmer Straße hatte.

Und jetzt die heutige Frage:

Welchem Zweck dienten die Fässer, d.h. was wurde damals in solchen Fässern aufbewahrt ?

Ich bin gespannt, ob jemand die richtige Idee hat.

Antworten per eMail oder Kommentar.

(Hinweis: Kommentare mit der richtigen Antwort werden erst am Tag der Auflösung freigeschaltet.)

Es ist weder Leimfarbe noch sind es Salzheringe, Fische, Sauerkraut oder Gurken (wie in einigen Antworten vorgeschlagen), für die diese Fässer bestimmt waren. Und Bier war es auch nicht.

Ach ja, Weinfässer waren es auch nicht.

Die Lösung dieses Rätsels ist übrigens auch in beiden Süderbraruper Chroniken zu finden, wobei man – wenn man fündig werden will – bedenken muss, dass es sich hier um ein Eckhaus handelt.

Laut Chronik war die Werkstatt von Böttchermeister Wohlert damals nämlich in dem in der Mühlenstraße gelegenen Werkstattgebäude des Eckhauses Holmer / Mühlenstraße.

Und hier zur Auflösung ein Ausschnitt aus dem Zeitungsartikel:

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Während die Staatsmänner darüber beraten, ob sie die in dieser Zeit sehr reichliche Butter einlagern sollen oder nicht, ist in der Holmerstraße in Süderbrarup der Böttchermeister Wohlert mit seinem Sohn und einem Gesellen dabei, Butterfässer herzustellen oder gebrauchte Fässer aufzuarbeiten, Es ist ihm und den vielen anderen Handwerkern, die sich in gleicher Weise betätigen, vollkommen gleichgültig, ob die Butter eingelagert wird oder nicht. Seine reichliche Arbeit hat er auf jeden Fall damit. Für Einlagerungsbutter werden neue Fässer verwendet, während für die Lieferung an Großhändler, d.h. zum sofortigen Verbrauch, Fässer die schon mal benutzt waren, aufgearbeitet werden können.

Aus Frankfurt oder von anderen Faßsammelstellen werden dem Böttcher die schon einmal gebrauchten Fässer waggonweise zurückgeschickt. Seine Aufgabe ist es nun, diese Fässer, die meist ohne Reifen geliefert werden, gebrauchsfertig zu machen. Nachdem neue Reifen aufgetrieben sind, werden die Fässer von außen sauber abgeschabt. Auch die Deckel müssen neu zugepaßt werden, damit das Verpacken der Butter in den Molkereien schneller von der Hand geht. Es ist für einen Laien kaum möglich, das aufgearbeitete Faß von einem neuen zu unterscheiden.

Durch diese Aufarbeitung wird außer etwa einem Drittel des Neuwertpreises eine Unmenge Material gespart. Butterfässer können nur aus Buchenholz hergestellt werden. Das ist die einzige Holzart, die den Geschmack der Butter nicht beeinflußt. Buchenholz ist aber nicht nur teuer, sondern auch knapp in Westdeutschland, und so wird bei einer täglichen Leistung von 100 Fässern viel Holz gespart. Der Bedarf an Fässern ist aber z. Zt. sehr groß. Alle 3 Tage geht eine LKW-Ladung an die verschiedenen Molkereien nach Angeln und Schwansen.

Auf die richtige Lösung sind letztendlich (mit oder ohne Hilfe der Chronik) gekommen:

Karl Pusch, Regina Burgwitz, Maike Matzen, Karl-Heinz Philipp, Günter Hardekopf, Kai u. Gabi Wisniewski, Leonhard Möller, Corinna Wernecke, Günter Gosch, Manfred Gosch, Hartmut Stäcker, Inge Weiß, Lisa +Fritz Marsch und Dietmar Nisch.

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23 Kommentar zu Süder-Rätsel Nr. 619 (gelöst) – Butterfässer

  1. Thomas Wohlert schreibt:

    Es sind Butterfässer. Die Werkstatt war später Am Markt in Süderbrarup, leider zu meiner Kindheit nicht mehr in Betrieb. Die Butterfässer wurden durch Plastik ersetzt. Ich bin der Enkel von Oskar Wohlert.

  2. Dietmar Nisch schreibt:

    Butter? Dann alles in Butter.

  3. Lisa +Fritz Marsch lübeck schreibt:

    wie wäre mit Butter?
    Grüße aus Lübeck,Lisa Marsch

  4. Inge Weiß schreibt:

    Sind es evtl. Butterfässer?

  5. Kai u. Gabi Wisniewski schreibt:

    nach diesem Hinweis müsste es doch zu erraten sein!

    Gruß Gabi

  6. Manfred Gosch schreibt:

    Moin
    Könnten diese Fässer vielleicht Butterfässer sein ??
    Schöne Grüße

  7. Günter Gosch schreibt:

    Hallo.
    Es könnte sein , daß es Butterfässer sind.
    Gruß Günter.

  8. Corinna Wernecke schreibt:

    Hallo!
    In den Fässern wurde Butter gelagert.
    Gruß Corinna

  9. Johannes Jensen schreibt:

    Moin, dann bleibt ja fast nur noch Wein.
    Gruß, Hannes J.

  10. Leonhard Möller schreibt:

    Meister Wohlert, Buttertonnen

  11. Kai u. Gabi Wisniewski schreibt:

    Hallo,
    ich könnte mir vorstellen dass in diesen Fässern Butter transportiert wurde.

    Gruß Gabi

  12. Dietmar Nisch schreibt:

    Flüssiges: Bier?

  13. Günter Hardekopf schreibt:

    In den Fässern wurde Butter aufbewahrt.

  14. Dietmar Nisch schreibt:

    Ich erinnere mich an mein Elterhaus, dort kamen in solche Holzfässer mal Heringe in Salzlache, mal Sauerkraut und mal Gurken in Essig hinein. Das waren noch vorbildliche Hausfrauen-Zeiten!

  15. Karl-Heinz Philipp schreibt:

    In den Fässern wurde Butter transportiert und gelagert.
    Karl-Heinz Philipp

  16. Hartmut Stäcker schreibt:

    Fisch, z.B. eingelegte Salzheringe

  17. Maike Matzen schreibt:

    Hallo
    die Fässer wurden für Butter hergestellt.

  18. Peter Wohlsen schreibt:

    Hallo,
    zum anrühren von Leimfarbe wurde
    unteranderem der Leim, in solchen Fässern
    geliefert.
    Gruß Peter

  19. Regina Burgwitz schreibt:

    ich tippe mal auf Butter

  20. Karl Pusch schreibt:

    Moin,
    in den Fässern wurde Butter aufbewahrt. Die Werkstatt war in der Mühlenstraße Straße 1. In der Chronik von Süder tragen die Fässer die Bezeichnung “ Buttertonnen“.
    Mit freundlichen Grüßen
    Karl Pusch

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