Süder-Rätsel Nr. 291 (gelöst) – Geschäftshaus Dechow Große Straße 17

suederraetsel_291a Dieser wunderschöne Erker zierte vor vielen Jahren ein Süderbraruper Haus – leider musste er der Modernisierung des Gebäudes weichen.

Wo in Süderbrarup fand man diesen Erker ?

Das Foto, aus dem dieser Bildausschnitt stammt, wurde 1934 aufgenommen.
Der Erker existierte aber noch bis 1974.

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nr17_1910 Dieser wunderschöne Erker befand sich bis 1974 am Geschäftshaus Dechow in der Großen Straße 17. Ursprünglich wurde das Geschäftshaus 1885 ohne diesen Erker erbaut, wie das Bild rechts zeigt.

1919 übernahm Ernst Dechow das Geschäft von seinem Vater Julius Dechow und ließ den ersten größeren Umbau durchführen, bei dem wohl auch der Erker entstand. Er gehörte übrigens nicht zu den Geschäftsräumen, sondern zu der bis 1974 im Obergeschoss befindlichen Wohnung der Familie Dechow.

suederraetsel_291b Auch den zweiten großen Umbau des Geschäftshauses Dechow zum 75-jährigen Geschäftsjubiläum überstand dieser markante Vorbau noch unbeschadet. Erst beim nächsten großen Umbau 1974 wurde die Wohnung im Obergeschoss zu Geschäftsräumen umgestaltet und bei der Gelegenheit auch der Erker abgerissen, von dem man – wie Heinz Boysen schreibt – die ganze Große Straße überblicken konnte.

Das Rätselbild war ein Ausschnitt aus einem Foto, das um 1934 entstanden ist, also nachdem die Firma Dechow das Geschäftshaus des Uhrmachers Möller in der Großen Straße 15 erworben hatte und ihre Geschäftsräume damit erheblich erweitert hatte.

Die Qualität dieses Fotos ist überraschend gut – man kann sogar erkennen, was in den Schaufenstern ausgestellt wurde, neispielsweise im Fenster links vom Eingang der „Kathreiner Kneipp Malzkaffee“, den man übrigens noch heute kaufen kann.

dechow_1934

Michaela Bielke:

Hallo,
suederraetsel_291c an den Giebel kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Nur mit Hilfe eines Buches kam ich auf die Lösung.
Wenn ich an Dechow denke, dann fällt mir eigentlich immer nur die Modelleisenbahn ein, die ,zur Weihnachtszeit, im Schaufenster ausgestellt war. Zeitweise konnte man diese von draußen bedienen.
Im Erdgeschoss gab es hinter dem Tresen eine „Holzwand“ mit zig Schubladen. Warum weiß ich nicht, aber ich fand es toll.
Vg
Michaela

Hier mal ein Foto (aus der Dechow-Chronik im Gemeindearchiv) von der Schubladenwand. In den Schubladen befanden sich alle Arten von Schrauben, Nägeln, Beschlägen und ähnlichem.

Dietmar Nisch:

Hallo,
bin in den 1950ern Jahre oft beim „Julius rein- und rausspaziert“, aber ein Erker ist mir niemals aufgefallen. Stückweise abgezählte kleine Nägelchen und Schräubchen für paar Pfennige bekommen und der Senior schon im biblischen Alter war auch dabei und freute sich, wenn seine Kunden sich auch freuten. An die Verkaufstheke kann ich mich sehr gut erinnern, denn Dechow hatte sozusagen alles: Angler-Bedarf für die Petri-Jünger, Schwarzpulver-Bedarf für die Waidmänner, Märklin und Trix in Form von Eisenbahn-Modellen und Metall-Baukästen. Und natürlich auch für die Mädels genug an Spielsachen. Trix-Baukästen waren recht günstig ab 1,25 DM pro Kästchen. An einem Deutschlandweiten Trix-Wettbewerb (von Nürnberg aus) habe ich 1953 teilgenommen und bin noch heute glücklich, dass ich den 2. Preis für und nach Süderbrarup holen konnte. Habe sogar noch in diesen 2000ern diese kleinen buntbedruckten Kästchen „Deutschlandweit“ Orignalverpackt und ungeöffnet finden können, pro „Wundertütchen“ nunmehr für 12 Euro. In meinen späteren Nachforschungen sind wohl durch „Trix-Tüfteln“ beruflich Viele Techniker und Ingenieure geworden und einer ich.
Viele Grüße nach Süderbrarup, Dietmar.

Meike Marxen:

Coole Sache, Herr Nisch. So haben Sie also für Ihren späteren Beruf schon vorher viele Trix lernen können, klasse!
Dechow war für mich das Karstadt von heute, es gab dort so viel zu sehen. Bin gerne dort gewesen, nur, um mal zu gucken. Besonders natürlich in der Spielwarenabteilung. Bei den Stofftieren. Einen Stoffhund von dort habe ich heute noch, der ist wohl bald 40 Jahre alt. Den habe ich schon bei Dechow durch die Abteilung geschleppt, weil ich mir den so gewünscht habe. Und zu Weihnachten bekam ich ihn tatsächlich.
Und an die Eisenbahn, die man von draußen bedienen konnte, erinnere ich mich auch. Wie faszinierend, als kleines Mädchen so viel Einfluss zu haben! Fand ich toll.

Grüße von
Meike

Zur Weihnachtszeit waren die Schaufenster von Dechow schon immer ein Anziehunspunkt für die Süderbraruper Kinder. Hier ein Foto des Weihnachtsfensters mit den Spielwaren aus dem Jahre 1934 (im Fenster spiegelt sich übrigens der Marxen-Hof von der gegenüberliegenden Straßenseite).

Meike Marxen:

Was für ein niedliches Foto mit den Kindern. Ich erkenne da mehrere Holzpferdchen im Schaufenster. Ich habe selber noch eines dieser Art hier im Wohnzimmer stehen, das ich als Kind mal geschenkt bekommen habe. Wusste gar nicht, dass die in den 30ern schon so populär waren. Meines ist inzwischen farblich restauriert, hat einen neuen Schweif und neue Zügel. Original ist nur noch der Korpus. Für mich ein hübsches Stück Kindheit.

Gruß von
Meike

dechow_3

Die richtigen Antworten kamen von

Michaela Bielke:

Hallo,
Dechow. Wie alt ist denn das Bild ?
Vg
Michaela

Kai u. Gabi Wisniewski:

Hallo,
ich denke diesen Erker konnte man bis 1974 in der Großen Strasse 17 sehen.
Hier handelt es sich um das Gebäude der Fa. Dechow.

Gruß Gabi und Kai

Günter Gosch:

Hallo.
Das ist das Haus von Julius Dechow in der GroßenStraße. Schade das es nicht mehr vorhanden ist. Währe noch ein Schmuckstück gewesen.
Gruß Günter.

Corinna Wernecke:

Hallo!
Der schöne Erker zierte die Fassade des Dechow-Gebäudes in der
Großen Str.
Gruß Corinna

Gudrun Fricke-Jensen:

Große Str. , das Haus von Dechow. Merkwürdig, dass man sich an so etwas nicht erinnern kann.

Heinz Boysen:

Das ist der schöne und vor allen Dingen gemütliche Erker der Familie Dechow.
Von dort konnte man die ganze Grosse Strasse überblicken….

Karl Pusch:

Moin,
in der Großen Straße in Süder. Kaufhaus Dechow bis zum Umbau 1974.
Mit freundlichen Grüßen
Karl Pusch

Johannes Jensen:

Moin, das könnte das Haus Große Straße 15 sein, damals Dechow, jetzt Versicherungsbüro.
… ich habe mich vertan, es ist die Nummer 17, heute Raumausstatter Mende / Buchhandlung Schröder.
Gruß, Hannes J.

Jürgen Ochsenfarth:

Moin Moin,
der Giebel gehörte zum Geschäft von Julius Dechow in der Großen Straße.

Viele Grüße
Jürgen Ochsenfarth

 

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17 Antworten zu Süder-Rätsel Nr. 291 (gelöst) – Geschäftshaus Dechow Große Straße 17

  1. Meike Marxen sagt:

    Was für ein niedliches Foto mit den Kindern. Ich erkenne da mehrere Holzpferdchen im Schaufenster. Ich habe selber noch eines dieser Art hier im Wohnzimmer stehen, das ich als Kind mal geschenkt bekommen habe. Wusste gar nicht, dass die in den 30ern schon so populär waren. Meines ist inzwischen farblich restauriert, hat einen neuen Schweif und neue Zügel. Original ist nur noch der Korpus. Für mich ein hübsches Stück Kindheit.

    Gruß von
    Meike

  2. Meike Marxen sagt:

    Coole Sache, Herr Nisch. So haben Sie also für Ihren späteren Beruf schon vorher viele Trix lernen können, klasse!
    Dechow war für mich das Karstadt von heute, es gab dort so viel zu sehen. Bin gerne dort gewesen, nur, um mal zu gucken. Besonders natürlich in der Spielwarenabteilung. Bei den Stofftieren. Einen Stoffhund von dort habe ich heute noch, der ist wohl bald 40 Jahre alt. Den habe ich schon bei Dechow durch die Abteilung geschleppt, weil ich mir den so gewünscht habe. Und zu Weihnachten bekam ich ihn tatsächlich.
    Und an die Eisenbahn, die man von draußen bedienen konnte, erinnere ich mich auch. Wie faszinierend, als kleines Mädchen so viel Einfluss zu haben! Fand ich toll.

    Grüße von
    Meike

  3. Dietmar Nisch sagt:

    Hallo, bin in den 1950ern Jahre oft beim „Julius rein- und rausspaziert“, aber ein Erker ist mir niemals aufgefallen. Stückweise abgezählte kleine Nägelchen und Schräubchen für paar Pfennige bekommen und der Senior schon im biblischen Alter war auch dabei und freute sich, wenn seine Kunden sich auch freuten. An die Verkaufstheke kann ich mich sehr gut erinnern, denn Dechow hatte sozusagen alles: Angler-Bedarf für die Petri-Jünger, Schwarzpulver-Bedarf für die Waidmänner, Märklin und Trix in Form von Eisenbahn-Modellen und Metall-Baukästen. Und natürlich auch für die Mädels genug an Spielsachen. Trix-Baukästen waren recht günstig ab 1,25 DM pro Kästchen. An einem Deutschlandweiten Trix-Wettbewerb (von Nürnberg aus) habe ich 1953 teilgenommen und bin noch heute glücklich, dass ich den 2. Preis für und nach Süderbrarup holen konnte. Habe sogar noch in diesen 2000ern diese kleinen buntbedruckten Kästchen „Deutschlandweit“ Orignalverpackt und ungeöffnet finden können, pro „Wundertütchen“ nunmehr für 12 Euro. In meinen späteren Nachforschungen sind wohl durch „Trix-Tüfteln“ beruflich Viele Techniker und Ingenieure geworden und einer ich. Viele Grüße nach Süderbrarup, Dietmar.

    • Klaus-Werner Auerswald sagt:

      Hallo,

      Betr. Süder-Rätsel Nr. 291

      Wir sind inzwischen im Jahr 2015, und ich treffe auf diesen Beitrag von Herrn Nisch durch Google-Suche nach dem Begriff „Trix-Wettbewerb“.

      Können Sie für mich bitte eine Frage an Hern Nisch weiterleiten?:

      Trix hat für die Wettbewerbe von 1951 bis 1955 mit einem großen Roboter geworben. Als Gewinner im Trix-Wettbewerb von 1953 hat Herr Nisch sicherlich besondere persönliche Erinnerungen. Falls die Gewinner für die Preisverleihung zu Trix eingeladen waren, haben sie vielleicht auch diesen Roboter gesehen. Oder hat man die Preisträger nur per Post und Presse geehrt?

      Mein Interesse kommt daher, dass ich versuche, den Roboter nachzubauen. Leider kenne ich bisher als Vorlage nur das Deckelbild des Baukastens Trix Präsent und die Werbung für die Wettbewerbe. Die Abbildungen des Roboters sind darauf sehr unscharf. Und Funktionen des Roboters sind so gar nicht zu erkennen. Es wäre zu schön, einen Zeitzeugen zu treffen, der mehr über den Roboter weiß. Hat er sich bewegt? Hatte er Licht- und Geräuscheffekte? Toll wäre es auch, ein weiteres Foto zu finden. Aber vielleicht gab es den Roboter nur als Grafik?

      Ich wäre Ihnen, den Betreuern dieser Website und Herrn Nisch, für jede Antwort sehr dankbar. Was für eine Chance, einen der Gewinner anzusprechen!

      Mit freundlichen Grüßen
      Klaus-Werner Auerswald
      k.w.auerswald@gmx.de

  4. Michaela Bielke sagt:

    Hallo,
    an den Giebel kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Nur mit Hilfe eines Buches kam ich auf die Lösung.
    Wenn ich an Dechow denke, dann fällt mir eigentlich immer nur die Modelleisenbahn ein, die ,zur Weihnachtszeit, im Schaufenster ausgestellt war. Zeitweise konnte man diese von draußen bedienen.
    Im Erdgeschoss gab es hinter dem Tresen eine „Holzwand“ mit zig Schubladen. Warum weiß ich nicht, aber ich fand es toll.
    Vg
    Michaela

  5. Jürgen Ochsenfarth sagt:

    Moin Moin,

    der Giebel gehörte zum Geschäft von Julius Dechow in der Großen Straße.

    Viele Grüße
    Jürgen Ochsenfarth

  6. Johannes Jensen sagt:

    … ich habe mich vertan, es ist die Nummer 17, heute Raumausstatter Mende / Buchhandlung Schröder.
    Gruß, Hannes J.

  7. Johannes Jensen sagt:

    Moin, das könnte das Haus Große Straße 15 sein, damals Dechow, jetzt Versicherungsbüro.
    Gruß, Hannes J.

  8. Karl Pusch sagt:

    Moin,
    in der Großen Straße in Süder. Kaufhaus Dechow bis zum Umbau 1974.
    Mit freundlichen Grüßen
    Karl Pusch

  9. Heinz Boysen sagt:

    Das ist der schöne und vor allen Dingen gemütliche Erker der Familie Dechow.
    Von dort konnte man die ganze Grosse Strasse überblicken….

  10. Gudrun Fricke-Jensen sagt:

    Große Str. , das Haus von Dechow. Merkwürdig, dass man sich an so etwas nicht erinnern kann.

  11. Corinna Wernecke sagt:

    Hallo!
    Der schöne Erker zierte die Fassade des Dechow-Gebäudes in der
    Großen Str.
    Gruß Corinna

  12. Günter Gosch sagt:

    Hallo.
    Das ist das Haus von Julius Dechow in der GroßenStraße. Schade das es nicht mehr vorhanden ist. Währe noch ein Schmuckstück gewesen.
    Gruß Günter.

  13. Kai u. Gabi Wisniewski sagt:

    Hallo,
    ich denke diesen Erker konnte man bis 1974 in der Großen Strasse 17 sehen.
    Hier handelt es sich um das Gebäude der Fa. Dechow.

    Gruß Gabi und Kai

  14. Michaela Bielke sagt:

    Hallo,
    Dechow. Wie alt ist denn das Bild ?
    Vg
    Michaela

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