Süder-Rätsel Nr. 38 (gelöst)

suederraetsel_38 Heute mal ein Rätsel für die absoluten Spezialisten:

Wir schreiben (ungefähr) das Jahr 1950 (wurde mir jedenfalls so gesagt).

Auch damals gab es schon Straßenbauarbeiten in Süderbrarup.

Der Straßenverkehr war allerdings noch sehr bescheiden, so dass sich die Verkehrsteilnehmer wohl nicht sonderlich dadurch gestört fühlten.

Welche Straße wird hier denn wohl erneuert ?

Antworten per eMail oder Kommentarfunktion.

Scheint ja doch nicht so ganz einfach zu sein. Deshalb als zusätzliche Hilfe das vollständige Bild.

suederraetsel_38l

Der erste Versuch kommt von Corinna Wernecke:

Hallo!
Es könnte die Ortseinfahrt Kappelner Str. sein.
Gruß Corinna

Die ist es nicht – also weiter versuchen !

Noch einmal Corinna Wernecke:

Hallo!!
Jetzt versuch ich es nochmal mit der Schleswiger Str.
Gruß Corinna

und auch Karl Pusch:

Hallo,
Schleswiger Straße vor dem Haus von Horst und Heini Hennings.
Mit freundlichen Grüßen
Karl Pusch

beide mit der richtigen Lösung.

Aber damit gibt Karl Pusch sich noch nicht zufrieden – er hat Zusatzfragen:

Hallo,
gestattet mir bitte mal zwei Fragen:
Wer ist der Junge auf dem Bild?
Was steht über der Eingangstür vom Haus Ochsenfarth.
Mit freundlichen Grüßen aus Hürup
Karl Pusch

Da bin ich ja mal gespannt, ob jemand die Antworten weiß.

Das ging aber sehr schnell.

Horst Hennings:

Der Junge ist Willi Althoff und über der Eingangstür steht Herren Schneiderei Hans Ochsenfarth .
Gruß Horst

Wird wohl stimmen, wenn der ehemalige Nachbar das schreibt. Ich glaube, da müssen wir wohl nicht mehr auf die Bestätigung durch Karl Pusch warten.

eggert Das (ehemalige) Haus von Ochsenfarth ist übrigens die Haus-Nr.  14 in der Schleswiger Straße.

Was steht denn heute über der Haustür ?

Karl Pusch per eMail:

Bei Ochsenfarth, meine ich, steht heute die Jahreszahl des Umbaus des Hauses auf der Front des Überdaches.

eggert_2

 

Das ist fast richtig. Dort steht „1907“ und das ist (laut Chronik) das Jahr, in dem das Haus erbaut wurde.

Und damit können wir dieses Rätsel wohl endgültig abschließen.


Regina Burgwitz:

Also – irgendwie kann ich das nicht ganz nachvollziehen.
Wenn die Häuser rechts Schleswiger Straße 14 usw. sind – was ist dann das lange, weiße Gebäude im Hintergrund (hinter dem Pferdewagen schaut es links und rechts heraus)? Das Hotel Stadt Schleswig?
Und fällt die Schleswiger Straße hinter den rechten Häusern wirklich wieder ab? Ich dachte, es geht immer nur bergauf (siehe den Radfahrer, mir scheint er „von unten“ zu kommen)

verkehrschaos Das weiße Gebäude im Hintergrund muss wohl das Altenheim sein, denn das dahinter liegende Schlachthaus von Christensen müsste eigentlich durch das Altenheim verdeckt werden.

Man sieht dieses weiße Bauwerk auch in dem Bild zu dem Artikel „Verkehrschaos 1951“. Hier noch mal ein Ausschnitt aus dem dortigen Foto: hinten in der Mitte das kleine Haus des ehemaligen Gemeindeboten Bauer (heute Parkplatz) und dahinter das langgestreckte weiße Gebäude. Dass das Altenheim ursprünglich mal weiß war, kann man auch auf anderen alten Fotos sehen.

Was den Verlauf  der Schleswiger Straße betrifft hier ein Zitat aus der Gemeindechronik:

In den 50er Jahren wurde sie dann mehrfach aufgerissen und verbessert. Hauptsächlich wurden die Anhöhen ausgeglichen und Kantsteine für den Bürgersteig gesetzt.

Regina Burgwitz:

Danke – nun kann ich es nachvollziehen!

Karl Pusch:

Moin Frau Burgwitz,
ich sehe es so: Wir schreiben das Jahr 1951, das Hotel Stadt Schleswig gab es nicht mehr. Hinter dem Pferdewagen schaut links das Altenheim heraus. Der Anbau ans Altenheim kam erst 1952 (roter Verblendstein). Rechts schaut ein Haus (Lorenzen) aus der damaligen Ulmenstraße hervor. In der Schleswiger Straße war damals wirklich eine Senke. Beim Ausgleich der Schleswiger Straße wurde für die Erdbewegungen eine Lorenbahn eingesetzt.
Mit freundlichen Grüßen
Karl Pusch

 


Für alle diejenigen, die wissen wollen, wer der Schneidermeister Ochsenfarth war, hier ein Bild von ihm und seiner Frau.

Horst Hennings schreibt dazu:

Hier noch mal 2 Bilder von Herr Schneidermeister Ochsenfarth und Frau.
Die habe ich noch durch Zufall gefunden, sind uralt.
Ihre Kinder leben meiner Meinung nach auch schon nicht mehr.

Herr Ochsenfarth wäre inzwischen 122 und seine Frau 106 Jahre alt.

ochsenfarth
….
Jürgen Ochsenfarth, ein Enkel des Schneidermeister Hans Ochsenfarth, schreibt dazu:

Hallo Süderaner,

Marie und Hans Ochsenfarth sind meine Großeltern. Das Bild ist 1981 aufgenommen (goldene Hochzeit).
Aus erster Ehe meines Opas ( 1. Ehefrau Karoline, gest. 23.07.1929) lebt noch Tochter Gertrud. Sie ist inzwischen 92 Jahre alt und wohnt in Hannover.
Aus zweiter Ehe (Ehefrau Marie) ist Sohn Helmut (mein Vater) am 16.12.2009
leider plötzlich verstorben. Tochter Elisabeth, inzwischen 74 Jahre alt, lebt in Halle/Westfalen.

Auf dem zweiten Bild von Mamsen/Feier sitzt links Hans Ochsenfarth.

Viele Grüße

Jürgen Ochsenfarth

Vielen Dank für die Rückmeldung, Herr Ochsenfarth.

Es ist für mich schon erstaunlich, wo überall und von wem dieser Blog gelesen wird. Aber dank „Google“ findet man diese Seite ja schon unter den verschiedensten Suchbegriffen.

Herr Ochsenfarth hat mir noch ein altes Foto des Hauses seiner Großeltern aus der Zeit um 1924 zur Verfügung gestellt. Er schreibt dazu:

Falls Sie es verwenden möchten, habe ich hier noch Foto des Hauses Ochsenfarth,
Schleswiger Straße 14, das von etwa 1924 ist.
Ich finde Ihren Blog sehr interessant und äußerst lesenswert. Zwar bin ich kein
Süderbraruper, aber als meine Großeltern noch lebten, bin ich sehr häufig und
gerne dort gewesen.
Einige der alten Bewohner habe ich noch persönlich kennengelernt, z.B.
Milchmann Mamsen, der mit meinem Großvater befreundet war. Gut
erinnern kann ich mich auch noch an den Pastor Pacholke.

ochsenfarth

Und hier noch ein Bild aus dem unerschöpflichen Vorrat von Heini Hennings.
Es zeigt von links nach rechts:
Herrn Ochsenfarth, seine Tochter Elisabeth Gertrud, die Mieterin Frau Ladwig, die Lebensgefährtin von Herrn Mamsen (Frau Fram ?), Herrn Mamsen und Frau Ochsenfarth.

Kleine Korrektur von Jürgen Ochsenfarth:

Auf dem Bild ist nicht Tochter Elisabeth zu sehen, sondern Tochter Gertrud. Das kleine Mädchen auf dem oberen Foto ist sie übrigens auch.

Viele Grüße
J. Ochsenfarth

ochsenfarth

 

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10 Kommentar zu Süder-Rätsel Nr. 38 (gelöst)

  1. Regina Burgwitz schreibt:

    Danke – nun kann ich es nachvollziehen!

  2. Karl Pusch schreibt:

    Moin Frau Burgwitz,
    ich sehe es so: Wir schreiben das Jahr 1951, das Hotel Stadt Schleswig gab es nicht mehr. Hinter dem Pferdewagen schaut links das Altenheim heraus. Der Anbau ans Altenheim kam erst 1952 (roter Verblendstein). Rechts schaut ein Haus (Lorenzen) aus der damaligen Ulmenstraße hervor. In der Schleswiger Straße war damals wirklich eine Senke. Beim Ausgleich der Schleswiger Straße wurde für die Erdbewegungen eine Lorenbahn eingesetzt.
    Mit freundlichen Grüßen
    Karl Pusch

  3. Regina Burgwitz schreibt:

    Also – irgendwie kann ich das nicht ganz nachvollziehen.
    Wenn die Häuser rechts Schleswiger Straße 14 usw. sind – was ist dann das lange, weiße Gebäude im Hintergrund (hinter dem Pferdewagen schaut es links und rechts heraus)? Das Hotel Stadt Schleswig?
    Und fällt die Schleswiger Straße hinter den rechten Häusern wirklich wieder ab? Ich dachte, es geht immer nur bergauf (siehe den Radfahrer, mir scheint er „von unten“ zu kommen)

  4. Jürgen Ochsenfarth schreibt:

    Kleine Korrektur: Auf dem Bild ist nicht Tochter Elisabeth zu sehen, sondern Tochter Gertrud. Das kleine Mädchen auf dem oberen Foto ist sie übrigens auch.

    Viele Grüße

    J. Ochsenfarth

  5. Jürgen Ochsenfarth schreibt:

    Zu:
    „Horst Hennings schreibt dazu:

    Hier noch mal 2 Bilder von Herr Schneidermeister Ochsenfarth und Frau.
    Die habe ich noch durch Zufall gefunden, sind uralt.
    Ihre Kinder leben meiner Meinung nach auch schon nicht mehr“

    Hallo Süderaner,

    Marie und Hans Ochsenfarth sind meine Großeltern. Das Bild ist 1981 aufgenommen (goldene Hochzeit).
    Aus erster Ehe meines Opas ( 1. Ehefrau Karoline, gest. 23.07.1929) lebt noch Tochter Gertrud. Sie ist inzwischen 92 Jahre alt und wohnt in Hannover.
    Aus zweiter Ehe (Ehefrau Marie) ist Sohn Helmut (mein Vater) am 16.12.2009
    leider plötzlich verstorben. Tochter Elisabeth, inzwischen 74 Jahre alt, lebt in Halle/Westfalen.

    Auf dem zweiten Bild von Mamsen/Feier sitzt links Hans Ochsenfarth.

    Viele Grüße

    Jürgen Ochsenfarth

  6. Horst Hennings schreibt:

    Der Junge ist Willi Althoff und über der Eingangstür steht Herren Schneiderei Hans Ochsenfarth .
    Gruß Horst

  7. Karl Pusch schreibt:

    Hallo,
    gestattet mir bitte mal zwei Fragen:
    Wer ist der Junge auf dem Bild?
    Was steht über der Eingangstür vom Haus Ochsenfarth.
    Mit freundlichen Grüßen aus Hürup
    Karl Pusch

    (falls der Kommentar nun zweimal erscheint, bitte ich um Entschuldigung)

  8. Karl Pusch schreibt:

    Hallo,
    Schleswiger Straße vor dem Haus von Horst und Heini Hennings.
    Mit freundlichen Grüßen
    Karl Pusch

  9. Corinna Wernecke schreibt:

    Hallo!!
    Jetzt versuch ich es nochmal mit der Schleswiger Str.
    Gruß Corinna

  10. Corinna Wernecke schreibt:

    Hallo!
    Es könnte die Ortseinfahrt Kappelner Str. sein.
    Gruß Corinna